Verein Pusteblume | Mein Umgang mit Geschwisterkindern
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Mein Umgang mit Geschwisterkindern

Mein Umgang mit Geschwisterkindern

Seit gut vier Jahren setze ich mich dafür ein, dass die Begleitung von betroffenen Eltern vor, während und nach einer Fehl- und Totgeburt empatischer gestaltet wird. Und ich mache das 'neben' meinem Sohn, der jetzt 7 Jahre ist. Oft werde ich gefragt:"Wie offen gehst du mit dem Thema Sternenkinder deinem Sohn gegenüber um?". Es folgen private Worte von mir: 
Mein Sohn, war bei der Geburt unseres Sternenkindes Florentine eineinhalb Jahre alt. Er hat damals immer meinen Bauch geküsst - abends und morgens. Das war ihm wichtig Florentine einen Kuss zu geben. Und als Florentine dann nicht mehr in meinem Bauch war, hab ich ihm erklärt, dass sie jetzt bei den Sternen wohnt. Besser oder anders konnte ich es damals nicht erklären. Wie auch? Ich wusste damals, 2012 ja selbst noch gar nicht damit umzugehen.
Es hat sich alles entwickelt. Das Leben ist Veränderung und diese Veränderung habe ich angenommen und das spürt auch mein Erdenkind. Er sieht, dass es mich glücklich macht. Dass es mir wichtig ist und er weiß, was Sternenkinder sind: nämlich Kinder, wie Florentine, die in der Schwangerschaft zu den Sternen gereist sind. Ja, er hat meine Traurigkeit gesehen und auch sicher oft gespürt. Das war mir aber auch wichtig, weil es so ja war. Und jetzt sieht er/spürt er, wie gut es mir damit geht. Und wenn er Fragen hat, dann stehe ich Rede und Antwort. Es gibt Wochen/Monate da fragt er nichts - warum auch. Es ist mein Thema und er kriegt nur das mit, was er gefiltert mitbekommen soll. Und er weiß, dass wenn ihm was am Herzen liegt, ich offen mit ihm über das spreche. Es gibt keine Geheimnisse. Alles was er jetzt in seinem Alter fassen kann, erkläre ich ihm. Er weiß, dass ich für Eltern da bin, die auch 'so ein Sternenkind wie Florentine es ist' da bin. Und er spürt, dass ich da ganz bei mir bin und zufrieden und glücklich.
Der Tod gehört zum Leben. Und mein Sohn hat das schon bald erfahren und wächst mit dem auf. Er sieht auch/spürt auch, dass das was gutes bringen kann. Ich will es ihm auch nicht verschweigen, weil dann wäre ich unehrlich zu ihm und würde ihm was vorspielen. Das mag ich nicht. Mein Erdenkind, weiß, dass der Tod zum Leben gehört und das Leben auch Veränderungen bringt. Ganz egal ob wir das in dem Moment wollen oder nicht! Das ist Leben!

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