Verein Pusteblume |
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Der Verein Pusteblume widmet sich österreichweit der Förderung der professionellen Beratung und Begleitung bei Fehlgeburt und perinatalem Kindstod.

 

Wir verfolgen die Vision mit einem Netzwerk von Fachpersonen eine empathische, situationsgerechte und professionelle Betreuung und Nachsorge von Betroffenen nach einer Fehl- und Totgeburt in Österreich aufzubauen.

Österreichische Kliniken, Hebammen, Fachpersonen und betroffene Eltern können bei uns kostenlos Sternenkinderkleidung anfordern. Die Kleidung wird aus neuwertigen Materialien von ganz vielen fleissigen Händen gefertigt.

Sternenkinder, sind Kinder die vor, während oder kurz nach der Geburt gestorben sind. 

Hinter der Wortschöpfung ‚Sternenkinder’ steckt die Vorstellung, dass die frühverstorbenen Kinder als Stern am Himmel funkeln – in Anlehnung an die Worte aus ‚Der kleine Prinz’ von Antoine de Saint-Exupery: „Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es Dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können.“

Noch vor einigen Jahren wurde der Verlust eines Kindes während der Schwangerschaft mit den ‚neutralen’ Begriffen, wie Fehlgeburt oder Totgeburt bezeichnet. Beide Begriffe versachlichen eine emotional tiefgreifende Erfahrung, die das Leben der Eltern für immer verändert. Die Bezeichnung Totgeburt enthält ein tabuisiertes Wort und eine Gegebenheit voller menschlicher Widersprüche: Tot und Geburt. Bei Fehlgeburt schwingt eine negative Wertung mit, dass etwas falsch oder fehlgelaufen ist. Es klingt wie eine Abwertung.

Die liebevolle Bezeichnung Sternenkinder weckt die Assoziation zu funkelnden Sternen am Himmel und zu einem Lichtblick im Dunkel der Trauer. Und so wie die Sterne immer da sind, ist es auch mit den Sternenkindern: Sie verbleiben für immer im Herzen der Eltern.

Eintragung von Sternenkindern in Österreich ist möglich!!

Seit 1.4.2017 ist es in Österreich möglich seine frühverstorbenen Kinder unter 500 Gramm Geburtsgewicht (Fehlgeburten) ins Personenstandsregister eintragen zu lassen & sich eine Urkunde ausstellen zu lassen.

 

Die Eintragung ist ...
* freiwillig möglich.
* zeitlich unbegrenzt rückwirkend möglich (egal wie lange die Fehlgeburt zurück liegt).
* mit einer ärztlichen Bestätigung (Arztbrief oder Bestätigung der/des GynäkologIN) möglich.
* der Mutter oder dem Vater (mit dem Einverständnis der Mutter) möglich.
* in jedem Standesamt mit einem gültigen Lichtbildausweis möglich.

 

Laut dem Personenstandsgesetz 2013 § 57a hat die Urkunde über Fehlgeburten zu enthalten:
* allenfalls von der Mutter oder allenfalls vom Vater (§ 36 Abs. 7) bekannt gegeben Namen;
* allenfalls das Geschlecht des Kindes;
* den Tag und allenfalls Ort der Fehlgeburt des Kindes;
* die Namen der Mutter und allenfalls des Vaters (§ 36 Abs. 7);
* das Datum der Ausstellung;
* die Namen des Standesbeamten.

 

Die beurkundete Bescheinigung kann in jedem Standesamt beantragt werden und stellt keine Personenstandsurkunde im ursprünglichen Sinne dar. Deshalb hat sie keinen Rechtswirkung auf weitere Gesetze, wie zum Beispiel das Leichen- und Bestattungsgesetz oder auf das Mutterschutzgesetz.