Solidaritätspreis

Seit 1994 vergibt die KirchenZeitung der Diözese Linz alljährlich den Solidaritätspreis. Unsere Vereinsvorsitzende Simone Strobl wurde letztes Jahr mit einem Preis in der Kategorie ‘Einzelperson’ für ihr Engagement im Sternenkinderbereich überrascht. Die Verleihung der Skulptur war corona-bedingt jedoch erst heuer möglich.

Die KirchenZeitung schreibt:

„Das Einsamste, was einer Frau passieren kann, ist der Tod des Kindes im Mutterleib. Ich habe meine Kinder nicht nur gesehen, ich habe sie gespürt“, sagt Simone Strobl. Darum ist es so wichtig, dem Kind einen Namen zu geben und ein Foto zu machen. So wird es für andere sichtbar. Ein Name und ein Bild geben Stütze und Struktur und helfen gegen das Vergessen. 

Die aktuelle Arbeit des von ihr gegründeten Vereins „Pusteblume“ umfasst vor allem die persönliche Unterstützung von Betroffenen. Viele verarbeiten ihre Trauer, indem sie erzählen. „Man erzählt es immer wieder, weil es zur Trauerarbeit dazugehört. Gerade in der Selbsthilfegruppe wird auch viel über Gedanken und Gefühle gesprochen.“ Darüber hinaus ist Strobl der Ausbau eines Netzwerkes an Fachpersonal in ganz Österreich ein Anliegen. „Je mehr Ärzte, Hebammen und Geburtenstationen über die Bedürfnisse der Eltern Bescheid wissen, umso besser können sie Unterstützung anbieten.“ Um die kleinen Sternenkinder würdevoll zu verabschieden, kann man beim Verein passende Bekleidung anfordern und Kontakt zu speziellen Fotograf/innen aufnehmen.

Die Übergabe fand am 28. April 2021 im Innenhof des Linzer Landhauses statt. Foto: KIZ/Franz Litzlbauer

Simone engagiert sich bereits seit 2013 ehrenamtlich für Sternenkinder und deren Eltern. In unzähligen Vorträgen, Interviews, Radio- und Fernsehbeiträgen versucht sie die Situation von Sternenkindereltern zu verbessern. Der Austausch mit Betroffenen ist ihr sehr wichtig, ebenso der Kontakt mit Fachpersonen, Kliniken und Fotografierenden. Bereits in gut 80 Austauschtreffen (Selbsthilfegruppe) hat sie den Themen rund um den Frühtod eines Kindes einen geschützten Raum gegeben. Seit 2018 ist sie auch Ansprechpartnerin für die Stiftung DEIN Sternenkind in Österreich. Die Sternenkinder(eltern) sind Simone’s Herzensthema, weil sie selbst zwei Sternenkinder hat und sie weiß, was hilft und eventuell helfen kann. Simone sagt über den Preis und die Skulptur: “Sie spiegelt genau mein Herzensthema, nämlich zu zeigen, du bist nicht allein, wir sind viele! Und die Auszeichnung gebührt auch den Menschen, die mich persönlich und den Verein begleiten und unterstützen.”

Wir sind stolz und gratulieren! 

… denn du bist nicht allein. Wir sind viele.

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